Foamstars angespielt: Schaumig, bunt und besser als ihr glaubt

Hannes hat sich den PlayStation-exklusiven Party-Shooter angeschaut und neben Parallelen zu Splatoon auch die Erkenntnis gezogen: Das könnte sehr cool werden.

Das PlayStation-Exklusive verspricht spaßig zu werden. Das PlayStation-Exklusive verspricht spaßig zu werden.

Genre: Multiplayer-Shooter Release: noch kein Termin Plattformen: PS4, PS5, PC Entwickler: Square Enix

Als Foamstars vor ein paar Wochen auf dem PlayStation Showcase angekündigt wurde, waren die ersten Reaktionen verhalten: Auch Square Enix schickt jetzt einen Team-Shooter mit Service-Ansatz an den Start und schmückt das Ganze in eine bunte Anime-Optik.

Es war gelinde gesagt nicht unbedingt das, was sich die Zuschauer*innen von Sonys Showcase erwartet haben – das ist schade, denn Foamstars hat einiges auf dem Kasten.

Schaumschläger statt Waffengewalt

Darum geht’s: Das Alleinstellungsmerkmal von Foamstars steckt bereits im Namen, denn statt echter Projektile werden hier Schaumkanonen abgefeuert, die nach und nach die Maps mit verschiedenfarbigen Überzügen bedecken. Wenn euch das an Splatoon erinnert, kommt das nicht von ungefähr, denn die Team-basierten 4v4-Matches sind eindeutig von Nintendos familienfreundlichem Shooter inspiriert.

Foamstars spielt sich wie Splatoon - nur auf PS5 und mit Schaum statt Farbe Video starten 2:09 Foamstars spielt sich wie Splatoon - nur auf PS5 und mit Schaum statt Farbe

Allerdings geht es hier nicht darum, so viele Anteile der Karte wie möglich durch Schaum-Besprühung für sich in Anspruch zu nehmen, sondern um das Ausschalten der Gegner. Der Schaum selber bringt aber eine besondere Eigenschaft mit, die die Splatoon-Tinte nicht bieten kann.

In Foamstars lässt sich der Schaum nämlich “stapeln”, was die gesamte Topographie der Maps ändert und jedes Match einzigartig macht. Haben wir einen Schaumhügel in unserer Farbe geschaffen, können wir ihn wortwörtlich hinaufsurfen und den Höhenvorteil nutzen, um weitere Feinde zu beseitigen.

Andersherum können wir aber die Schaumkonstruktionen des feindlichen Teams in Beschuss nehmen und zerkleinern. Dadurch wandelt sich die Umgebung ständig und es gilt stets zu überlegen, was jetzt der beste Weg ist, sich fortzubewegen.

Wähle deinen Helden und deine Heldin

Gespielt wurde der Starplayer-Modus. Hier haben beide Teams, bestehend aus jeweils vier Spieler*innen, 8 Leben zur Verfügung. Sind alle Leben aufgebraucht, steigt ein Teammitglied zum Starplayer auf und bekommt dadurch Buffs auf Schaden und Verteidigung – wird gleichzeitig aber auch zur Zielscheibe der Gegner. Denn das Ausschalten der Starplayer ist die Siegbedingung, um die Matches für sich zu entscheiden. 

Zur Auswahl stehen dabei eine Reihe vorgefertigter Held*innen, die namensgebenden Foamstars, die jeweils einzigartige Waffentypen und Spezialfertigkeiten mitbringen. Durch unterschiedliche Teamzusammenstellungen aus Tanks, Fernkämpfern und Co. lassen sich die Gefechte nochmal dynamischer gestalten. Über das Balancing lässt sich derzeit noch wenig sagen, aber ich hatte nicht das Gefühl, mit bestimmten Charakteren im Nachteil zu sein.

Auch wenn hier viel von “schießen” und “ausschalten” die Rede ist, gibt sich Foamstars ganz bewusst gewaltfrei und möchte damit so viele Spieler*innen wie möglich ansprechen. So müssen wir, um einen Gegner zu besiegen, diesen erst in Schaum einhüllen und dann mit einer Surf-Attacke von der Karte kicken.

Derselbe Move kommt übrigens zum Einsatz, wenn ein Teammitglied eingeschäumt wurde – surfen wir einen Kollegen oder eine Kollegin an, wird die Person befreit und bekommt Lebenspunkte wiederhergestellt.

Da geht noch was, Square Enix!

All das ist zwar charmant in der Idee, fühlt sich aber aktuell recht unbefriedigend an und oft hatte ich in meiner Anspielsession gar nicht bemerkt, ob ich nun jemanden ausgeknockt hatte oder nicht. Überhaupt lässt sich das Spielgeschehen von Foamstars noch schwer lesen und in den ersten Matches herrschte noch viel Chaos.

Das kann sich bis zum (noch unbekannten) Release aber leicht ändern.

Das Potenzial von Foamstars ist definitiv da und wer sich vom schrillen Look bisher nicht abschrecken lässt, sollte ein Auge auf den Shooter von Square-Enix behalten. Mit einem fairen Monetarisierungsmodell – noch ist zum Preis nichts bekannt – und etwas mehr Polishing könnte sich Foamstars zu einer Multiplayer-Überraschung mausern, die auch die Leute ansprechen könnte, die Shootern eher ablehnend gegenüberstehen.

Fazit der Redaktion

Hannes Rossow
@Treibhausaffekt

Foamstars hat mich wirklich überrascht. Was anfangs einfach nur wie der nächste Team-Shooter mit Hero-Konzept wirkte, entpuppte sich beim Anspielen als aufregende Spielerfahrung.

Die Tatsache, dass sich die Map ständig wandelt, fordert mich unentwegt zum Treffen kleiner Entscheidungen auf: Surfe ich auf den Hügel und mache etwas Crowd Control oder bastele ich mir einen Schleichpfad, um das gegnerische Team von hinten zu erwischen?

Es gibt definitiv noch ein paar Stellschrauben, an denen Square Enix drehen sollte, damit der Spielfluss nicht durch technische Stolperfallen ins Stocken gerät und der Einstieg in das Spielkonzept noch leichter fällt.

Zum fertigen Release auf PS4 und PS5 scheint es allerdings noch ein gutes Stück zu sein, weshalb ich mir hier noch jede Menge Zeit für das Polishing erhoffe. Wenn Square Enix dieser Wurf gelingt, setze ich Foamstars gern die Schaumkrone auf.

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